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Dear Readers,

Doris Bachmann-Medick, Dr. phil., Permanent Senior Research Fellow at the International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC), University of Giessen/Germany; works and teaches on Cultural Theory and recent disciplinary, interdisciplinary and transnational developments in the Study of Culture.

Main research interests: Kulturwissenschaften/Cultural Studies, Literary Anthropology, Translation Studies, Intercultural Communication.

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Notizen

 



Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

Doris Bachmann-Medick: Modelle kultureller Übersetzung

Öffentlicher Abendvortrag zur Eröffnung des DFG-Schwerpunktprogramms 2130 „Übersetzungskulturen der Frühen Neuzeit“

Doris Bachmann-Medick (Göttingen) spricht am Freitag, 11. Januar 2019 um 18.30 Uhr in der Augusteerhalle der Bibliotheca Augusta im Rahmen der konstituierenden Sitzung des Netzwerks über Übersetzungsmodelle als Auslegungsmuster für unterschiedlichste Übersetzungsfälle von Kunst, Literatur, gegenwärtiger Menschenrechtsdiskussion und frühneuzeitlicher Geschichte.

Die ungleichen und keineswegs glatten Verläufe der Globalisierung führen immer wieder zu Handlungssituationen, in denen „Übersetzung“ gefordert ist – dies nicht nur als Sprach- und Textübersetzung, sondern als eine wichtige Praxis der Aushandlung zwischen kulturellen Differenzen überhaupt. In den letzten Jahren ist Übersetzung deshalb zu einer neuen kultur- und sozialwissenschaftlichen Analysekategorie entwickelt worden. Mit ihr lässt sich auch aus historischen kulturellen Spannungsfeldern zwischen Gesellschaften, Texten, Religionen oder sozialen Gruppen genauer erschließen, auf welche Weise mit den Herausforderungen von Kontextwechseln und Übertragungsproblemen umgegangen wurde. Im Vortrag werden hierfür unterschiedliche Modelle der Übersetzung vorgestellt: Übersetzung als Repräsentation, Übersetzung als Hybridisierung, Übersetzung als Dialog, aber auch Übersetzung als Adressatenmodell, als Korridormodell, als Stufen- und Spiralverfahren, ja als Herausforderung an unser Wissen und Handeln überhaupt.

Das neue Schwerpunktprogramm (SPP) „Übersetzungskulturen der Frühen Neuzeit“ wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2017 eingerichtet und nahm 2018 mit der Koordinatorin Regina Toepfer, Institut für Germanistik der Technischen Universität Braunschweig, die Arbeit auf. Dem Programmausschuss gehören darüber hinaus Peter Burschel, Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und Jörg Wesche, Direktor des Instituts für Germanistik an der Universität Duisburg-Essen, an. Programmziel ist die interdisziplinäre Erschließung der epochalen Bedeutung von Konzepten und Praktiken des Übersetzens als zentrale und ubiquitäre Kulturtechnik der Frühen Neuzeit (1450-1800).

Der Eintritt ist frei, Gäste sind herzlich willkommen. Informationen unter Tel.: 05331/808-203 und www.hab.de



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